Geschichte Schönberger Strand - Historisch

Geschichte - Historie Schönberger Strand

Noch 1896 war das Baden am Schönberger Strand ohne „Badekostüm“ eine Straftat gem. § 360 des Deutschen Strafgesetzbuches.

Mit dem Anschluss der Kiel – Schönberger Eisenbahn (heutige Museumsbahn) im Jahre 1897, begann der touristische Zulauf am Schönberger Strand. Er hält bis heute an. Damals kamen die Badegäste noch überwiegend aus Kiel und Hamburg. Heute besuchen den Strand Urlauber aus der ganzen Bundesrepublik und aus den europäischen Nachbarländern.

Im Jahre 1910 konnte der Ort Schönberg bereits ca. 2000 Urlauber und etwa 7000 Tagesgäste verbuchen. Da Schönberg zu dieser Zeit nur etwa 1560 Einwohner hatte, eine beachtliche Zahl. Zu dieser Zeit betrat man die Ostsee noch aus sog. Badekabinen. In diesen Kabinen zog man sein Badekostüm an, um anschließend aus der schon im Wasser befindlichen Kabine in das Meer zu steigen.

Damals hatte der Schönberger Strand auch seine erste Seebrücke, die jedoch dem 1. Weltkrieg zum Opfer fiel. Aus Angst vor der Landung feindlicher Truppen wurde die Seebrücke zerstört.
1931 hatte der Schönberger Strand neben einigen Pensionen 4 Hotels mit insgesamt 250 Betten.

1972 wurden bereits ca. 19.000 Urlaubsgäste registriert. Dies resultierte auch aus dem Bau des Ferienzentrums Holm. Heute werden in jeder Strandsaison ca. 70.000 Urlaubsgäste verbucht. Hinzu kommen ca. 400.000 Tagesgäste aus dem Umland zum Schönberger Strand.

Durch die ca. 8 Kilometer Strand, die das Ostseebad vor der Tür hat, findet man trotz steigender Besucherzahlen garantiert immer sein idyllisches Plätzchen am Meer in ruhiger, abgeschiedener Lage. Die passende Ferienwohnung finden Sie vielleicht auch auf dieser Seite...!

Am Schönberger Strand gibt es einen Info-Pavillon der „Erlebnistour Ostseeküste“, der historische Hintergrundinformationen bietet. Auf der Seite Info-Pavillon gibt es hierzu weitere Infos.

Mit der Dampflok zum Schönberger Strand

Mit der Dampflok zum Schönberger Strand....

Sturmflut & Schneechaos 1978 / 79

Im Jahr 1978 / 1979 kam es am Schönberger Strand zu einer schweren Sturmflut mit heftigen Schneefällen zum Jahreswechsel und einigen Überschwemmungen. Den Deich in seiner heutigen Form und Bauweise gab es damals nicht. Es schneite fortan unaufhörlich bis in den Februar 1979 so dass Schönberg und große Teile der Probstei in einem Schneechaos bzw. einer Schneekatastrophe versanken. Heftige Winde machten die Straßen durch meterhohe Schneeverwehungen unpassierbar. Viele Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten. Eine Versorgung durch Hubschrauber musste auch am Schönberger Strand zwischenzeitlich erfolgen.
Nachfolgend einige Bilder vom Strand und aus dem Ort (Bahnhofstraße) aus diesen Tagen.

Ferienzentrum Holm

Das 1972 errichtete Ferienzentrum Holm, das heute unter den Namen „Ostseeferienpark“ bzw. „Ostsee Appartements“ geläufig ist, hat in den letzten Jahrzehnten viele Facetten gehabt. Urlauber und Kurgäste nutzten die Ferienanlage für den Aufenthalt an der Ostsee.
In den frühen 90er Jahren wurden dann bis zu 2000 Aussiedler über 3 Jahre in der Anlage untergebracht. Danach erfolgte eine Komplettsanierung / Modernisierung und das Haus „Kiel“ mit seinen 20 Stockwerken wurde zum „Ostseehotel“. Die ursprünglich geplante Eröffnung einer Klinik wurde aufgrund fehlender Genehmigungen verworfen. Die Appartementhäuser gingen von nun an Stück für Stück in privaten Besitz über. 2011 wurde das Ostseehotel geschlossen und auch die letzten Appartements in Holm verkauft. Heute ist die Anlage ein moderner und gepflegter Ort mit vielen Eigentümern aus ganz Deutschland und der Region Schönberg, die ihr Appartement in Holm entweder als Wochenendwohnung nutzen oder auch vereinzelt an Urlaubsgäste vermieten. Nachfolgend einige historische Bilder weit vor dem Umbau und der Renovierung aus dem Jahr 1977 und den frühen 80er Jahren. Damals hatte Holm noch ein Schwimmbad (Freibad). Auf der Seite „Ostseehotel Holm“ können Sie in 2 Imagefilmen den modernen Holm von Heute sehen.